Lexikon für Bauherren von A – Z

Außenwandkonstruktion
Die Außenwandkonstruktion entscheidet über den Energieverbrauch eines Hauses. Je besser die Außenwand gedämmt ist, desto besser ist am Jahresende die Energiebilanz. Verschiedene Außenwandkonstruktionen:
- einschaliges, massives Mauerwerk
- zweischaliges, massives Mauerwerk
- massives Mauerwerk mit Wärmedämmschicht

Beton
Baustoff aus Zement, den Zuschlagstoffen Sand und Kies sowie Wasser. Seine besonderen
Kennzeichen sind Dauerhaftigkeit, Festigkeit und Feuersicherheit. Für tragende Bauteile, wie Decken
oder Treppen, wird meist Stahlbeton verwendet.

Bettungsmodul
Das Bettungsmodul ist ein von der Bodenart beeinflusster Wert, der das Verhältnis von Bodenpressung und Setzung kennzeichnet. Bei einem Bettungsmodul größer 50 MN/m³ spricht man von einem „guten“ Boden.

Bewehrung
Stahleinlagen im Beton. Je nach Anforderung besteht die Bewehrung aus einzelnen Stäben, Matten oder Körben. In der Regel ist der Stahl profiliert. Damit wird die Staboberfläche vergrößert und der Beton haftet besser. Die Bewehrung muss ausreichend mit Beton überdeckt sein, um ihre Korrosion sowie Betonschäden aufgrund eindringender Feuchtigkeit zu verhindern.

Bitumen
Aus Erdöl gewonnener, schwarzbrauner, unter Wärmezufuhr zähfließender Stoff, der im Bauwesen in Form von Pappen, Lösungen, Emulsionen und Dachdichtungsbahnen Verwendung findet. Für Dichtungs- oder Sperranstriche (speziell Kellerabdichtungen) kann Bitumen, das in der Regel als Kaltbitumen geliefert wird und sofort verarbeitet werden kann, verwendet werden.

Bodenpressung
Als Bodenpressung bezeichnet man die Kraft (Gewicht), die auf die Bodenfläche drückt. Eine zulässige Bodenpressung von 150 kN/m² entspricht einem Gewicht von 15 Tonnen auf einem Quadratmeter. Dieser Wert steht für einen „guten“ Boden.

Brennwerttechnik
Höhere Energieausnutzung gegenüber herkömmlichen Kesseln. Bevor die warmen Abgase in den Schornstein eintreten, wird ihnen ein großer Teil der Wärme entzogen, die über einen Wärmetauscher das Wasser im Heizungsrücklauf bereits wieder vorwärmt. Mit der gleichen Menge Gas wird so beträchtlich mehr Heizwärme erzeugt.
Alternativen:
- Wärmepumpen (Luft-Wasser, Erdwärme, Zeolit)
- Pelletheizung

Dachsteine
Dachsteine werden aus Beton hergestellt und nach Wunsch eingefärbt. Sie haben eine lange Lebensdauer.

Drempel
siehe Kniestock

Druckwasserdichter Keller
Liegt der Grundwasserspiegel weniger als 50 cm unter der geplanten Gründungssohle, muss der Keller als Wanne aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt werden. Da das Grundwasser von unten gegen die Fundamentplatte drückt, muss das Gewicht des Kellers so groß sein, dass es dem Grundwasserdruck ausreichend Widerstand bieten kann. In der Regel wird hier Stahlbeton eingesetzt.

Erdaushub
Erdmasse, die für die Herstellung der Fundamente und des Kellers abgetragen (Mutterboden), ausgehoben und gelagert werden muss.

Estrich
Estrich ist ein auf einem tragenden Untergrund (Rohdecke) oder einer dazwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht hergestelltes Bauteil, das direkt nutzbar ist oder mit einem Belag versehen werden kann.

Fassade
Ansichtsflächen und zugleich Außenwände eines Gebäudes müssen konstruktive (Traggerüst), bauphysikalische (Schutz vor Witterungseinflüssen und Wärmedämmung) und architektonische Funktionen erfüllen.

Gaube
Dachaufbau zur Belichtung der Dachräume. Die Dachfenster stehen dabei senkrecht.

Kalksandstein
Werden aus einer Mischung von Sand, Kalk und Wasser hergestellt, die geformt und unter Dampf gehärtet wird. Vorteil: Gute Schalldämmung, Belastbarkeit. Nachteil: Schlechte Wärmedämmeigenschaften. Für eine zeitgemäße Wärmedämmung müssen Wände aus Kalksandstein mit einer zusätzlichen Dämmschicht versehen werden.

Kniestock / Drempel
Teil der Außenwandlängsseiten zwischen dem Dachgeschossfußboden und der Dachschräge. Häufig wird der Kniestock auch als Drempel bezeichnet. Beim Dachgeschossausbau spielt die Höhe des Kniestocks eine besondere Rolle. Je größer sie ist, desto mehr Stellfläche steht zur Verfügung.

Lasuren
Haben ähnliche Oberflächeneigenschaften wie Lacke, enthalten aber kaum Pigmente, wodurch die Oberflächenstruktur unter der Beschichtung sichtbar bleibt. Klarlack kommt ganz ohne Pigmente aus, er dient nur dem Schutz der Oberfläche.

Loggia
Nach vorne offener, an den Seiten und evtl. nach oben geschlossener Außenraum. Er liegt hinter der Außenwandflucht.

Mineralwolle/Steinwolle
Hochwirksamer Dämmstoff, wird gewonnen aus Gesteinsschmelze: Es werden feine Fäden gesponnen, mit Kunstharzen und Mineralölen besprüht und in einem Härteofen ausgehärtet.

Polystyrol-Hartschaum
Harter und zäher Schaumstoff, der in zwei Varianten zu haben ist: Als Partikelschaum („Styropor“) oder als Extruderschaum. Das weitaus bekanntere „Styropor“ entsteht durch Aufschäumen von Polystyrolgranulat, das sich aufgrund der Wärmeentwicklung verklebt. Ein Treibmittel expandiert bei Temperaturen über 90 Grad Celsius und bläht das Grundmaterial zu Parikelschaum auf. Dämmmaterial aus Polystyrol-Hartschaum wird in Plattenform geliefert. Es weist eine sehr niedrige Wärmeleitfähigkeit auf und ist gesundheitlich unbedenklich, sofern beim Kauf auf FCKW-freie Platten zurückgegriffen wird.

Qualitätssicherung
Die Qualität der BS Häuser wird während der Bauzeit in mindestens vier Phasen vom TÜV oder vereidigtem Sachverständigen überprüft. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Überprüfung. Des Weiteren werden die Planunterlagen vor Baubeginn geprüft.

Spindeltreppen
Spindeltreppen dienen häufig als Zugang zum ausgebauten Dachgeschoss oder einer Galerie. Spindeltreppen, die nicht als Haupttreppe fungieren, brauchen nach DIN nur eine Mindestlaufbreite von 50 cm. Traditionsreichster Werkstoff im Treppenbau ist Holz. Harthölzer, wie Buche und Eiche, sind besonders strapazierfähig.

Verblender
Verblender sind Steine oder Ziegel, die für Sichtmauerwerk zur Verblendung von Fassaden eingesetzt werden. Als Verblender werden Vormauerziegel und Klinker oder Kalksandsteine eingesetzt.

Wärmedurchgangskoeffizient (k-Wert)
Der k-Wert wird in W/m² angegeben. Er bezeichnet den Wärmestrom in Watt (W), der in einer Stunde durch eine Bauteilfläche von einem Quadratmeter hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied, der das Bauteil auf beiden Seiten umgebenden Luft, ein Grad Celsius beträgt. Je kleiner der k-Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung eines Hauses und dementsprechend geringer sind folglich die Wärmeverluste.

Zuschlagstoffe
Zuschlagstoffe sind kleine Gesteinskörner, die frischem Beton oder Mörtel hinzugefügt werden, um deren Volumen und Eigenschaften zu verändern. Je nach Verwendungszweck werden natürliche, künstliche, dichte oder porige Zuschlagstoffe verwendet. Zuschläge bei der Herstellung von Leichtbeton sind zum Beispiel Liaporkügelchen oder das natürliche Vulkangestein Bims (Achtung! Kann strahlungsaktiv sein).


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